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0-9

48K Frame
In der Regel auf MADI-Signale bezogen. Transportiert bis zu 64 Audiokanäle mit bis zu 48 kHz Samplefrequenz.

96K Frame
MADI-Protokollmodus für bis zu 32 Kanäle mit bis zu 96 kHz. Vorteil des 96K Frame gegenüber dem 48K Frame: Der Empfänger kann die tatsächliche (doppelte) Samplefrequenz selbständig und sofort erkennen. Mit 48K Frames, die S/MUX für die Übertragung mit 96 kHz nutzen, muss die korrekte Samplefrequenz an allen verbundenen Geräten manuell eingestellt werden.

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A

AC (Alternating Current) / Wechselstrom
Elektrischer Strom, der die Richtung ändert (von Positiv nach Negativ und zurück). Wechselstrom steht im Gegensatz zu Gleichstrom (DC), welcher zum Beispiel von Akkus und Batterien produziert wird.

ADAT
Alesis Digital Audio Tape oder ADAT ist ein Format für die simultane Aufzeichnung von acht analogen oder digitalen Audiokanälen auf Magnetband.
Mit der Abkürzung ADAT wird inzwischen üblicherweise das ADAT Lightpipe-Protokoll bezeichnet, das acht Audiospuren in einem einzelnen Glasfaserkabel überträgt. Der ADAT Übertragungsstandard ist nicht mehr auf ADAT-Bandmaschinen beschränkt, sondern findet sich häufig an Analog-Digital-Wandlern, Eingangskarten für Digitale Audio-Workstations, Effektgeräte uvm. Einer der wesentlichen Vorteile der Übertragung mittels ADAT – verglichen mit S/PDIF oder AES3 – ist die Möglichkeit, für bis zu acht Audiokanäle nur ein einziges Kabel zu verwenden. (AES10 oder MADI kann, zum Vergleich, bis zu 64 Audiokanäle auf einem Kabel transportieren.)

Ampere, Amperage (Amps)
Physikalische Einheit für elektrischen Strom.

Amplifier (Verstärker, Amp)
1. Ein elektronisches Gerät, das die Amplitude eines Signals verstärkt (erhöht).
2. Eine Kombination aus Lautsprecher und Verstärker zur Benutzung mit einem Instrument, typischerweise als Gitarren-Amp oder Keyboard-Amp (siehe auch Preamp/Vorverstärker und Power Amplifier/Endstufe)

Analog
Ein analoges Signal ist jedes kontinuierliche Signal, dessen Variable eine mit der Zeit veränderliche Kenngröße repräsentiert (beispielsweise elektrische Spannung für ein analoges elektrisches Signal).
Ein analoges Signal hat theoretisch eine unendlich hohe Auflösung.

A/D Converter (ADC) / A/D-Wandler (ADC)
Ein A/D-(Analog zu Digital) Wandler ist ein elektronisches Gerät, dessen Aufgabe es ist, ein analoges Eingangssignal in eine digitale Entsprechung aus elektrischen „Nullen“ und „Einsen“ zu wandeln. Der so erzeugte digitale Datenstrom kann gespeichert, manipuliert und wieder zurück in ein analoges Signal gewandelt werden. In der Recording-Welt finden sich A/D-Wandler in so gut wie jedem Gerät, wie zum Beispiel DAT-Maschinen oder digitalen Signalprozessoren. Ebenso gibt es eine große Auswahl dedizierter A/D-Wandler von hoher Qualität, die NF- oder Mikrofonsignale entgegennehmen und die digitalen Entsprechungen dieser Eingangssignale ausgeben, so dass diese direkt von beliebigen Digitalgeräten weiterverarbeitet werden können.

AES 3 - AES/EBU
AES3, ebenfalls geläufig als AES/EBU, ist ein Standard für den Austausch digitaler Audiosignale zwischen professionellen Audiogeräten. AES3 wurde gemeinschaftlich entwickelt von der Audio Engineering Society (AES) und der European Broadcasting Unit (EBU). Ein AES3-Signal kann zwei Audiokanäle im PCM-Format über verschiedene Übertragungsmedien transportieren, darunter symmetrische sowie unsymmetrische Kabelverbindungen und optische Faserleiter. Der Standard wurde 1985 veröffentlicht und 1992 und 2003 überarbeitet.

ASIO
Audio Stream Input/Output (ASIO) bezeichnet ein Protokoll für Treiberprogramme für Computer-Soundkarten. ASIO wurde von Steinberg spezifiziert und bietet eine Schnittstelle zwischen einem Computerprogramm und der Soundkarte mit hoher Klangqualität und niedriger Latenz. ASIO erlaubt es Musikern und Toningenieruren, direkt auf externe Hardware zuzugreifen, während Microsofts DirectSound- und WDM-Schnittstelle, die vor allem im Hinblick auf Computerspiele entwickelt wurde, keine vergleichbar unmittelbare Verbindung ermöglicht.

Audio Interface
Ein Audio Interface dient dazu, einem auf einem Personal Computer laufende DAW-Programm oder anderen digitalen Audio-Programmen Eingänge und Ausgänge für Audiosignale zur Verfügung zu stellen. Audio Interfaces werden üblicherweise mittels FireWire oder USB mit dem Computer verbunden, seltener auch mit speziellen Schnittstellenkarten, die einen PCI- oder PCI Express-Steckplatz belegen.

A-weighting / A-Gewichtung
A-Gewichtung bezeichnet eine bestimmte von verschiedenen Kurven aus dem internationalen Standard IEC 61672:2003 sowie verschiedenen nationalen Standards, die sich auf Schalldruckmessungen beziehen. Die A-Gewichtungs-Kurve wird auf von Messinstrumenten erfasste Schalldrücke angewandt, um das subjektive Lautheitsempfinden des menschlichen Ohrs nachzubilden. Beispielweise werden tiefe Frequenzen weniger stark berücksichtigt, da das Ohr hierfür weniger empfindlich ist als für hohe Frequenzen

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B

Balanced Line / Symmetrische Verbindung
Zwei elektrische Leiter mit separater Masseverbindung, in denen die Polarität der übertragenen Spannungen entgegengesetzt, die Höhe der Spannung jedoch gleich ist. Symmetrische Audio-Verbindungen dämpfen (verringern) elektrische Einstreuungen von externen Quellen wie Radiosendern und Lichtdimmern.

Bass
Bezeichnet das untere Ende des Frequenzspektrums, etwa zwischen 20 Hz und ungefähr 300 Hz.

Bandwidth / Bandbreite
Wörtlich meint Bandbreite einen Frequenzbereich. Oft variiert die Bedeutung vom Zusammenhang, in dem von Bandbreite gesprochen wird. Beispielsweise bezeichnet die Bandbreite eines Bandpassfilters die Höhe der oberen Grenzfrequenz minus der unteren Grenzfrequenz. (Grenzfrequenz ist typischerweise definiert als Frequenz, bei der das Signal um 3 dB abgeschwächt ist.) Die Audio-Bandbreite (Frequenzbereich, den der Mensch hören kann) wird üblicherweise mit 20 Hz bis 20.000 Hz angegeben, auch wenn Audio und auch Musik durchaus harmonische Komponenten vorkommen, die weit über 20 kHz hinausreichen.

In den meisten Situationen, in denen Gerätespezifikationen eine Bandbreite angeben, wird eine größere Bandbreite als besser angesehen. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass vergleichbare Werte zugrunde gelegt sind. Beispielsweise wird für manche Effektgeräte die Bandbreite des „trockenen“, unbearbeiteten Signals angegeben, für andere das bearbeitete Signal. Der Unterschied zwischen diesen beiden Beispielwerten kann enorm sein!

Boost
“Boost” meint in Audiokreisen in der Regel eine Erhöhung der Signalamplitude oder Verstärkung. Häufig wird Boost im Zusammenhang mit Equalizern verwendet: Gibt ein Tontechniker „Boost auf 4k“, werden mittels eines Equalizers gezielt Frequenzen um 4 kHz verstärkt. Das Gegenstück zu Boost (Verstärkung, Erhöhung) ist „Cut“, was eine Abschwächung oder Dämpfung meint. Ein Beispiel aus der Praxis wäre: „Ich gebe der Bass Drum Boost auf 125 Hz und Cut auf 400 Hz.“

Buffer Memory / Pufferspeicher
Flüchtiger Speicher (RAM), in dem ein einkommender Datenstrom zwischengespeichert wird, um eine ununterbrochene Ausgabe sicherstellen zu können, auch wenn der bearbeitende Computer zur Erledigung anderer Aufgaben den betreffenden Task unterbricht.

Bus
In der Audiowelt ist ein Bus (anders als im Straßenverkehr) ein Punkt in einem Schaltkreis, an dem viele Signale zusammenlaufen. Die meisten elektronischen Geräte haben zum Beispiel einen Ground Bus, in dem alle Masseschienen dieses Geräts zusammenlaufen. In Mischern gibt es wiederum Mix-Busse, auf denen die Signale mehrerer verschiedener Kanäle zusammengeführt werden; Aux Busse, in denen Signale mehrerer Kanäle zusammengefasst werden, um zusammen einem externen Prozessor oder Monitor Send zugeführt zu werden, usw. Je mehr Busse ein Mischer hat, desto flexibler lassen sich Signale auf ihm verteilen und zusammenfassen.

Bus Powered
Bezeichnung für ein Gerät eines an einen Computer angeschlossenen externen Geräts, beispielsweise eines Audio Interfaces, das seine Stromversorgung über dieselbe Verbindung erhält, über die auch die Daten transportiert werden, beispielsweise USB oder FireWire.

Bug
Wörtlich “Wanze, Käfer”, gemeint im Sinne von “Ungeziefer” - Jargon aus der Computerwelt, bezeichnet einen Fehler in einem Programm und manchmal auch in Hardware, der sich in fehlerhaftem Verhalten der Software oder des Geräts äußert. Die Größenordnung eines Bugs kann von kleinen Unannehmlichkeiten bis zu massiven Problemen reichen, die ein Programm oder Gerät kaum benutzbar werden lassen. Ein stark fehlerbehaftetes Programm wird gerne als „buggy“ bezeichnet.

Bypass
Ein Bypass erlaubt es, ein Signal durch ein Gerät (oder ein Programm) hindurchzuleiten, ohne es zu beeinflussen bzw. zu verändern. Das unbearbeitete Signal wird „trocken“ genannt. Selbstverständlich wirken sich z. B. Eingangspuffer auch auf das durchgeleitete Signal aus und können dieses geringfügig verschlechtern. Im Gegensatz hierzu erlaubt ein echter Bypass eine physikalisch direkte Verbindung des Eingangs mit dem Ausgang.

Beide Lösungen haben jedoch ihre spezifischen Vor- und Nachteile: Die erwähnten Puffer arbeiten als Signalverstärker in den Eingängen und erlauben so längere Kabel, oder vermindern unerwünschte Effekte beim Hintereinanderschalten vieler Geräte, beispielsweise Gitarren-Effektgeräten. „Echter Bypass“ lässt hingegen ein Signal auch dann im Originalzustand, wenn dieses viele Geräte durchläuft.

Byte
In der digitalen Welt werden Datenbits in “Worten” zusammengefasst. Ein Byte ist also ein Datenwort, das 8 Bit lang ist. Ein Kilobyte (KB) beinhaltet 1024 Bytes - nicht 1000. Im binären System basieren Mengeneinheiten auf Zweierpotenzen, nicht auf dem Faktor 10.

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C

CardBus
CardBus bezeichnet PCMCIA-Geräte ab PCMCIA 5.0 bzw. JEIDA 4.2. 1995 eingeführt war CardBus ab 1997 verbreitet an Laptops zu finden. CardBus ist ein mit 33 MHz getakteter 32bit PCI-Bus im PC Card-Format mit einer Slotbreite von 50mm. CardBus kennt einen Bus Mastering-Modus, der es einem auf den Bus geschalteten Controller ermöglicht, ohne Umweg über die CPU direkt mit angeschlossener Hardware oder dem Arbeitsspeicher zu kommunizieren. Nicht zu verwechseln mit PCI ExpressCard34 (Slotbreite 34mm), einem jüngeren Standard.

Cat 5
Gebräuchliche Abkürzung für Category 5 (Kategorie 5), einen weit verbreiteten Standard für Kabel mit paarweise verdrillten Adern (Twisted Pair: engl. Verdrilltes Paar). Cat 5-Kabel werden in vielen Netzwerken für schnelle Datenübertragung benutzt. Für Ethernet und Fast Ethernet hat es den älteren Standard Cat 3 verdrängt und ist generell an beiden Enden mit RJ45-Steckern versehen (derselbe Steckertyp wird auch an vielen Telefonen verwendet). Der Standard „Category 5“ legt fest, dass die Leiter eines „Twisted Pair“-Kabels pro Meter mindestens 25 mal verdrillt sein müssen. Es gibt weitere ähnliche Standards für Twisted Pair-Kabel mit teilweise abweichenden Spezifikationen, aber Category 5 ist die derzeit am weitesten verbreitete. Fast alle modernen Computer haben fest eingebaute RJ45-Buchsen für Netzwerkverbindungen. Durch die weite Verbreitung in großen Stückzahlen sind Komponenten für Cat 5 sehr günstig erhältlich, daherfindet Cat 5 inzwischen auch an immer mehr Audiogeräten Verwendung.

Cat 6
Cat 6 bezeichnet die höchste Qualität von Twisted Pair-Kabeln, die derzeit erhältlich ist. Gegenüber Cat 5 ist es für höhere Betriebsfrequenzen ausgelegt (250 MHz gegenüber 100 MHz für Cat 5), aber mit demselben Steckertyp – RJ45 – versehen. Werden noch höhere Datenübertragungsraten verlangt, als Cat 6 übertragen kann, bleibt nur noch ein Wechsel auf Lichtleiterkabel.

Channel Separation / Kanaltrennung
Bezieht sich auf Übersprechen, also die unerwünschte Beeinflussung eines Audiokanal durch benachbarte Audiosignale. Je höher die Kanaltrennung eines Geräts, desto geringer ist das Übersprechen.

Chipset / Chipsatz
Diejenigen Schaltkreise (ICs) eines Personal Computer, die die CPU anbinden. Der Chipsatz regelt den Strom von Befehlen zur und von der CPU zur Peripherie und stellt Busse bereit. Chipsätze sind gewöhnlich integriert, also fest auf einem Mainboard verlötet. Frühe Personal Computer hatten bis zu 30 verschiedene Chips, die zusammen den Chipsatz gebildet haben. Aktuelle PCs haben diese Schaltkreise in meist nur noch zwei oder drei Chips zusammengefasst.
Intel (Pentium)- und AMD-Computer haben zwei besonders charakteristische Chips: Die sogenannte Northbridge erledigt die Kommunikation zwischen der CPU, dem RAM sowie mit AGP bzw. PCI angebundener Grafikkarten. Manche Northbridges enthalten eigene Grafik-Controller. Der Southbridge-Chip kontrolliert gewöhnlich die verbleibenden Busse und Schnittstellen, darunter der PCI-Bus, die PS/2-Schnittstelle für Tastatur und Maus, serieller und paralleler Anschluss sowie Floppy Controller.
Individuelle Chipsätze, die je nach Hersteller eines Mainboards variieren, hat einen großen Einfluss darauf, wie der Computer mit externer Hardware interagiert. Manche Hardware, insbesondere exotische Recording-Geräte, kann sensibel auf unterschiedliche Chipsätze und von diesen verwendete Datenprotokolle reagieren.

Class A
Schaltungsdesign für Verstärker. Charakterisiert durch einen hohen Ruhestrom, der permanent den Verstärker durchläuft, auch wenn kein Eingangssignal anliegt. Unabhängig davon, ob die Verstärkerschaltung Single Ended oder Push-Pull ausgelegt ist. Class A-Verstärker belasten die leistungsverstärkenden Bauteile – in der Regel Transistoren – in einem Bereich, in dem ihre Kennlinie linear ist. Ebenso vermeidet ein ausreichend hoch eingestellter Ruhestrom Verzerrungen beim Nulldurchgang, also dem Übergang von einer Sinus-Halbwelle zur anderen. Sind in einer mehrstufigen Schaltung alle Verstärkerstufen in Class A ausgelegt, ist der Ruhestrom so hoch, dass der von den Lautsprechern entnommene Strom ihn auch bei voller Ausgangsleistung nicht übertrifft. Man spricht dann von „reinem Class A“ („Pure Class A“). Solche Endstufen sind durch die hohen Anforderungen an Netzteil und Kühlung sehr teuer und üblicherweise nur im audiophilen High End-Segment zu finden.

Class compliant
Class Compliant bezeichnet einen Standard, der von mehreren Betriebssystemen unterstützt wird, darunter Windows, Mac OS X und Linux. Class Compliant-Geräte benötigen keine Treibersoftware zu ihrem Betrieb, sondern werden vom Betriebssystem direkt erkannt. Hintergrundinformation: http://www.rme-audio.de/download/cc_mode_ucx_d.pdf

Coaxial Cable/ Koaxialkabel
Ein Kabel, das um einen zentral angeordneten Leiter eine konzentrische metallische Abschirmung hat, die gegenüber dem Leiter elektrisch isoliert ist. Oft abgekürzt als Koax, sind sie gebräuchlich für die Übertragung von Telefon-, Fernseh- und digitalen Audiosignalen mit hoher Frequenz. Der Abstand zwischen dem Leiter und der Abschirmung bestimmt die Impedanz des Kabels. Je höher die Taktfrequenz der auf dem Koaxialkabel transportierten Daten, desto kritischer wird die Kabelimpedanz für die Übertragungsqualität. Daher sind verschiedene Kabeltypen mit unterschiedlichen Nennimpedanzen erhältlich.

Control Room / Regie (oder Studio)
Bezeichnet gewöhnlich einen Raum – üblicherweise mehr oder weniger abgeschirmt gegenüber der Umwelt – von dem aus technische Vorgänge kontrolliert werden. Im Radio- und Fernsehbereich bezeichnet „Regie“ den Raum, in dem die Geräte installiert sind, in denen sämtliche Ton- und ggf. Bildsignale zusammengeführt werden, um als aufbereitete Mischung gesendet zu werden. Hier werden die Signale aller angebundenen Kameras und Mikrofone in Video-Switcher und Mischpulte gespeist. Entsprechend werden auch im Theaterumfeld im Regieraum alle einkommenden Tonsignale gemischt und ggf. vorher aufgezeichnete Ton- oder Bildsignale ergänzt. Auch das Licht wird in der Regel von hier aus gesteuert. In einem Tonstudio (Aufnahmestudio) hat die Regie dieselbe Funktion, hier befinden sich die Toningenieure oder Tonmeister und kontrollieren einkommende Signale und die Qualität der Aufnahme sowie auch in der Regel, was die Musiker im Aufnahmeraum hören. Idealerweise sind Regieräume akustisch isoliert, um störende Einflüsse von außen zu vermeiden, und auf eine unverfälschte Musik- und Sprachwiedergabe optimiert.

Viele Audiogeräte – Mischer zum Beispiel – haben Ausgänge für die Regie („Control Room“) und eigene Lautstärkesteller hierfür. Diese Regie-Ausgänge dienen dazu, spezielle Abhörlautsprecher anzusteuern, die dazu dienen, den Klang der Mischung bzw. Aufnahme zu beurteilen. Diese Lautsprecher sind oft an den Regieraum angepasst, manchmal wird jedoch auch der Regieraum auf ein bestimmtes Lautsprecherset hin optimiert.

CoreAudio
CoreAudio ist der Name des Audio-System in Apples Mac OS X. Vergleichbar dem Sound Manager in Mac OS 9 und vorangegangenen versionen verwaltet CoreAudio sämtliche Audio-Datenströme des Systems selbst sowie aller Programme, die CoreAudio unterstützen. Gegenüber den älteren Systemen bietet CoreAudio zahlreiche Vorteile: es unterstützt Mehrkanalton praktisch ohne Limitierung, nur begrenzt durch die Zahl von Ein- und Ausgabegeräten, die man anschließen kann. Seit Mac OS X 10.2 („Jaguar“) kann die Verteilung von Audiokanälen frei gewählt, also beliebige Ein- und Ausgänge miteinander verbunden werden. Auch für die Zukunft ist CoreAudio gerüstet mit Unterstützung von Audio in Bitraten zwischen 16 und 32 bit und bis 192 kHz Samplefrequenz.

CPU / Hauptprozessor
Central Processing Unit: Der Schaltkreis bzw. Chip, der das Herz eines Computers bildet.

Cue Mix
Bezeichnung für Monitor-Mischung oder Kopfhörermischung.

C-weighting / C-Gewichtung
Eine Kurve, die zur Gewichtung von Schalldruckmessungen dient (vgl. A-Gewichtung). Die C-Gewichtung ist „flach“, mit einem konstanten Pegel zwischen den -3 dB-Eckpunkten 31,5 Hz und 8 kHz.

Condenser Microphone / Kondensatormikrofon
Kondensatormikrofone sind einfach aufgebaute mechanische Systeme, die fast ohne bewegte Teile auskommen. Sie gehören ebenfalls zu den ältesten Mikrofontypen und gehen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück. Kondensatormikrofone bestehen aus einer dünnen, leitfähigen Membran, die nahe einer Metallplatte angeordnet ist. Diese Anordnung wirkt als Kondensator, der mittels einer Spannungsquelle „vorgeladen“ wird. Oft dient Phantomspeisung als Spannungsquelle, manche Kondensatormikrofone bringen aber auch ihre eigenen Netzteile mit. Trifft Schalldruck die Membran, folgt diese den ankommenden Schwingungen. Die hieraus resultierenden Abstandsänderungen zur feststehenden Metallplatte ändern die Kapazität des Mikrofonkondensators, was wiederum die Ausgangsspannung des Mikrofons beeinflusst. Es gibt viele unterschiedliche Bauformen und Typen von Kondensatormikrofonen, die jedoch alle diesem Funktionsprinzip gehorchen.

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D

D/A Converter - DAC - Digital Analogue Converter / D/A-Wandler
Abkürzung für Digital-zu-Analog-Wandler. Im englischen Raum gerne als DAC abgekürzt (Digital to Analog Converter) und als „Dack“ ausgesprochen. Ein DAC ist das Gegenstück zum ADC – er bildet aus einem digitalen Datenstrom eine analoge Wellenform. Ein wesentlicher Schritt in diesem Prozess ist das sogenannte Dithering, das Quantisierungsfehler beim Übertragen der Digitaldaten maskiert. Der digitale Datenstrom beinhaltet Signale in festen Stufen (angegeben in Signal-Bits), aus denen der DAC eine stetige, „glatte“ Wellenform bilden muss. DACs existieren in etlichen Konfigurationen und Preisregionen.

Daisy Chain / Kaskadierung
Ein Verkabelungsschema, in dem Geräte hintereinander verkabelt werden. Ein Signal durchläuft also alle Geräte gleichermaßen. Oft wird es auch von jedem Gerät in der Kette modifiziert, bevor es ans nächste weitergegeben wird. Verbreitete Beispiele für Kaskadierungen sind MIDI-Geräte, die über ihre THRU-Buchsen miteinander verbunden sind, oder SCSI-Geräte oder ein Verbund von Audiogeräten, die mittels Word Clock mit einem Referenztakt versorgt werden. In vielen Fällen muss die Kaskadierung mittels einer Terminierung am letzten Gerät abgeschlossen werden.

dB
Bel -nach Alexander Graham Bell benannte physikalische Hilfsmaßeinheit zur Kennzeichnung von Pegeln und Maßen. Logarithmische Größe, die u.a. in der Akustik (für Schalldrücke) und der Elektrotechnik (für Dämpfung) verwendet wird. Gebräuchlich als Dezibel (dezi-Bel, also Zehntel-Bel).

dBm
Maßeinheit für Leistungspegel. Ein absoluter Wert, der auf eine definierte Leistung Bezug nimmt, hier 1 mW (ein Milliwatt). 0 dBu entsprechen einer Spannung von 0,775 V, die an einem Widerstand von 600 Ohm eine Leistung von 1 mW umsetzt.

dBu
Bezugspegel für eine definierte Spannung von 775 mV (0,775 V).

dBV
Maßeinheit für einen Spannungspegel. Ein absoluter Wert, der auf eine definierte Spannung Bezug nimmt, hier 1 V (ein Volt).

dB/Octave / Dezibel pro Oktave
Maßeinheit, um die Steilheit eines Filters anzugeben. Je höher die Dämpfung in Dezibel pro Oktave, desto steiler ist das Filter.

dBFS
Ein Bezugspegel für “Full Scale”, also “Vollaussteuerung”. Ein analoger Full-Scale-Pegelwert erzeugt den maximalen linearen positiven oder negativen Wert in der digitalen Wortbreite des A/D-Wandlers. 0 dBFS stellt den höchstmöglichen Pegelwert dar (z. B. für +32767/−32768 bei 16-bit). Ein höherer Pegelwert als 0 dBFS für ein einzelnes Sample ist in der digitalen Domain nicht möglich, dieser würde „digitales Clipping“ erzeugen, also eine Übersteuerung des Digitalgeräts, die nicht mehr in einen entsprechenden, korrekten Digitalwert gewandelt werden kann.
Die tatsächliche Spannung für einen dB FS-Wert hängt vom Aufbau des Digitalgeräts ab und kann je nach Modell variieren. Die Angabe 0 dB einer digitalen Aussteuerungsanzeige entspricht theoretisch 0 dB FS, in der Praxis gibt es allerdings oft einen Spielraum, manchmal sogar gezielt eingeplant. Trotzdem ist es üblich, beide Werte synonym zu verwenden.

Decay / Abklingen
nennt man das fortschreitende Schwächerwerden eines Tons oder Signals. Bezogen auf einen ADSR Envelope Shaper spricht man von Abklingen, sobald das Signal seine größte Amplitude erreicht hat (Attack). Das Signal klingt von dort aus ab, bis es den vom Benutzer eingestellten Sustain Level erreicht hat. Das Sustain wird gehalten, so lange die entsprechende Taste gedrückt bleibt.

Distortion / Verzerrung
Verzerrung bezeichnet JEDE Abweichung in der Form einer Wellenform zwischen zwei Punkten in einem Signalpfad (z. B. zwischen Geräteeingang und Ausgang). Basierend auf dieser Definition ist auch jede Bearbeitung eines Tonsignals (Equalizing, Kompression) eine Verzerrung. Verzerrungen können also beabsichtigt und „positiv“ sein oder unerwünscht. Beispiele hierfür sind Harmonische Verzerrungen, Aliasing, Clipping (Übersteuerung), Übergabeverzerrungen. Manchmal können jedoch auch eigentlich unerwünschte Verzerrungen gewinnbringend eingesetzt werden (Bandsättigung, Verstärker für E-Gitarre).

Digital Audio Workstation - DAW
Digitale Audio-Workstations, meist DAW abgekürzt, werden heute in fast jedem Tonstudio eingesetzt. Eine DAW ist üblicherweise definiert durch die Fähigkeit, Tonsignale aufzunehmen und wiederzugeben. In ihren Anfangstagen wurden DAWs hauptsächlich zur Nachbearbeitung von Tonaufzeichnungen verwendet, die vorher mittels spezieller Aufnahmegeräte (in der Regel Bandmaschinen) angefertigt worden waren. Nach der Bearbeitung wurden die Aufnahmen wieder auf das ursprüngliche Aufnahmemedium – Magnetband – zurück überspielt. Heutige DAWs können den gesamten Prozess von Aufnahme, Mischung, Nachbearbeitung und Mastering auf demselben Computer durchführen.

Digital Input / Digitaleingang
Ein Audio-Eingang, der digitale Signale entgegennimmt. Verschiedene Formate sind üblich für digitale Audio-Signale: auf Kupferkabel oder optischen Fasern, AES/EBU, S/PDIF, ADAT, MADI und andere

Digital Mixer / Digitaler Mischer
Ein Mischpult oder ein Gerät für Audiomischung, das DSPs – Digitale Signal-Prozessoren – verwendet, um Audiosignale zu bearbeiten. Im Vergleich zu analogen Mischern haben Digitalmischer üblicherweise eine größere Funktionsvielfalt, darunter zum Beispiel Automatisierungen oder abspeicherbare Setups. Dazu kommen meist eingebaute digitale Effekte, digitale Ein- und Ausgänge und nicht selten sogar die Möglichkeit des Anschlusses an einen Computer, was einen Mischer zum Audio-Interface macht.

Digital Output / Digitalausgang
Audio-Ausgang, der digitale Signale sendet. Verschiedene Formate sind üblich für digitale Audio-Signale: auf Kupferkabel oder optischen Fasern, AES/EBU, S/PDIF, ADAT, MADI und andere

Direct Box - DI
Eine DI-Box, oft kurz DI genannt (für „Direct Injection“), ist ein Gerät, das üblicherweise dafür verwendet wird, unsymmetrische Signale hoher Impedanz (z. B. von einem Musikinstrument wie Gitarre oder Keyboard geliefert) in symmetrische Signale niedriger Impedanz zu wandeln. Diese Wandlung verstärkt das eingehende Signal auf einen Spannungspegel, der die Übertragung über längere Kabelwege und die Weiterverarbeitung in einem Mischpult oder anderen Gerät erlaubt, und sie entlastet das Instrument davon, hohe Ströme liefern zu müssen, was meist klangliche Auswirkungen hätte. Eine passive, einfach aufgebaute DI-Box enthält nur einen Übertrager. Komplexer aufgebaute aktive DIs haben dagegen Eingangsverstärker, die mit den Eingangsschaltungen von Instrumentenverstärkern vergleichbar sind. Teilweise finden sich an diesen auch Schalter für Masseentkopplung, Equalizing, Pegelangleichung, zusätzliche NF-Ausgänge uvm.

Double Speed
Double Speed arbeitet mit einer verdoppelten Samplingfrequenz zur Erzielung einer höheren Klangqualität. 64 kHz sind nicht gebräuchlich, 88,2 kHz ist trotz einiger spezifischer Vorteile selten, 96 kHz dagegen weit verbreitet. Wird manchmal auch als „Double Fast“ bezeichnet.

Double Wire
Vor 1998 gab es keine Schaltkreise, die als Empfänger/Transmitter in der Lage waren, Signal mit höheren Samplingfrequenzen als 48 kHz zu verarbeiten. Um höher getaktete Signale zu übertragen, wurden die geraden und ungeraden Bits eines Datenstroms auf die beiden Kanäle (L/R) einer AES-Verbindung aufgeteilt, getrennt verarbeitet und wieder zusammengeführt. Ein Stereosignal mit doppelter Samplingfrequenz belegte also zwei AES/EBU-Anschlüsse.
Diese Methode, zwei Leiter für ein Signal zu verwenden, ist heute ein Industriestandard, auch wenn er unter verschiedenen Namen auftritt, darunter “Dual AES”, “Double Wide”, “Dual Line” und “Wide Wire”. Die AES3-Spezifikation verwendet die kaum gebräuchliche Bezeichnung „Single Channel Double Sampling Frequency Mode“ (Modus für einen Kanal doppelter Samplingfrequenz). Für ADAT-Verbindungen hat sich die Bezeichnung S/MUX durchgesetzt. Double Wire funktioniert nicht nur mit Single Speed-Signalen (48 kHz/44,1 kHz), sondern auch mit Double Speed (96 kHz/88,2 kHz). Beispielsweise verwendet Avids Pro Tools HD, dessen AES-Empfänger und –Sender nur bis 96 kHz übertragen können, Double Wire, um Signale mit 192 kHz (bzw. 176,4 kHz) zu verarbeiten. Vier Kanäle mit 96 kHz werden so also reduziert auf 2 Kanäle mit 192 kHz.

Driver / Treiber
Software, die die Kommunikation zwischen dem Betriebssystem und Hardware regelt.

DSP
Digital Signal Processing (DSP) - digitale Signalverarbeitung - beschreibt die Änderung eines Signals oder einer Information in der digitalen Domäne nach mathematischen Vorgaben (Algorithmen). DSP bearbeiten einen eingehenden Datenstrom kontinuierlich und eignen sich hervorragend dafür, vergleichsweise aufwändig aufzubauende analoge Filterschaltungen zu ersetzen. Zusätzlich zu diesen erlaubt DSP es auch, Digitaldaten zu komprimieren und auf Fehler zu untersuchen.
Um ein analoges Signal mit einem Digitalen Signal-Prozessor zu bearbeiten, muss dieses zuerst mittels eines A/D-Wandlers in ein Digitalsignal gewandelt werden. Der entstehende, durch die zugrundeliegende Samplefrequenz zeitlich exakt geordnete Daten-Strom durchläuft den DSP und wird, falls gewünscht, für die Ausgabe als analoges Signal durch einen D/A-Wandler geleitet.

Dynamic (Microphone) / Dynamische Mikrofon
Ein dynamisches Mikrofon wandelt Schalldruck mittels der Bewegung einer Spule in einem Magnetfeld in ein elektrisches (Audio-) Signal. Die meisten dynamischen Mikrofone enthalten eine sehr dünne, leichte Membran, die den ankommenden Schallwellen folgt. Die Bewegungen dieser Membran werden auf eine Schwingspule übertragen, die sich in einem Magnetfeld bewegt und dadurch einen schwachen Strom erzeugt. Verglichen mit Kondensatormikrofonen sind dynamische Mikrofone robuster aufgebaut und generell wesentlich günstiger, auch wenn hochwertige Exemplare ihren Preis haben können. Dazu können dynamische Mikrofone gewöhnlich mit hohen Schalldrücken umgehen und brauchen keine Stromversorgung. Aufgrund ihrer mechanischen Konstruktion sind dynamische Mikrofone weniger empfindlich für Transienten und erfassen meist nicht dasselbe Niveau an „Details“ im Hochtonbereich wie andere Mikrofontypen. Dynamische Mikrofone werden sehr oft für Live-Veranstaltungen verwendet, im Studio sind sie beliebt zur Aufnahme von E-Gitarre und Schlagzeug.

Dynamic range / Dynamikumfang
Der Bereich zwischen den lautesten und leisesten Tönen in einem Musikstück, oder der Bereich zwischen den schwächsten und stärksten Signalen, die ein Audio-Gerät ohne Verzerrungen wieder geben kann. Wird in Dezibel ausgedrückt. Für Sprache ist der Dynamikumfang selten größer als 40 dB, in der Musik ist er am größten für Orchesterwerke, wo er bis zu 75 dB erreichen kann.
Der Dynamikumfang von Audiogeräten wird häufig mit deren Rauschabstand verwechselt. Der Rauschabstand wird meist als Abstand zwischen dem normalen Betriebspegel eines Geräts und seinem Grundrauschen aufgefasst, während der Dynamikumfang den Abstand zwischen dem höchsten erzielbaren Pegel und dem Grundrauschen bezeichnet.

Dynamics / Dynamik
In der Musik und der Aufnahmetechnik ist mit Dynamik üblicherweise der Dynamikumfang des zu bearbeitenden Materials gemeint. Audiopassagen mit einem hohen Dynamikumfang „sind dynamisch“ oder „haben viel Dynamik“. Diese Wahrnehmung ist selbstverständlich subjektiv und hängt unter anderem auch mit dem zeitlichen Abstand zwischen lauten und leisen Passagen zusammen.
Dynamik kann sich auch auf eine Kategorie von Audiogeräten beziehen, die dazu dienen, den Dynamikumfang von Tonsignalen zu bearbeiten. Dies umfasst Geräte wie Kompressoren, Limiter, Expander, Gates usw. Gelegentlich bezeichnet man Geräte dieser Klasse auch als Dynamikprozessoren. Das definierende Kriterium ist die Eigenschaft dieser Geräte, dass sie vom (dynamischen) Tonsignal angeregt werden – sie sind nicht „statisch“ wie beispielsweise ein Equalizer, der das Signal permanent verändert, unabhängig von dessen Pegel.

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E

Effects / Effekte
Überbegriff für die Veränderung eines Klangs durch Signalprozessoren, wie beispielsweise Delay, Verzerrer, Chorus, Reverb, Phase Shifter usw.

Effects Return / Effekt-Return
Eingang an einem Mischpult oder anderem Gerät, der dazu gedacht ist, von einem Effektprozessor ausgegebene Signale entgegenzunehmen. Selbstverständlich handelt es sich hier technisch um einen NF-Eingang, der beliebige NF-Signale verarbeiten kann.

Effects Send / Effekt-Send
Ein Aux Send oder vergleichbarer Ausgang, der dazu gedacht ist, Tonsignale an einen Effektprozessor weiterzugeben.

EIN - Equivalent Input Noise
Angabe über das Rauschverhalten eines Verstärker, typischerweise verwendet für Mikrofonvorverstärker. Hier gibt EIN an, wie viel Rauschen der Verstärker dem Mikrofonsignal hinzufügt. Dafür wird in der Praxis mit einem 150 Ohm-Widerstand am Ausgang des Vorverstärkers gemessen. Die theoretische Grenze für EIN liegt daher bei etwa -130 dB, der Größenordnung des vom Messwiderstand verursachten thermischen Rauschen.

Equalization - Equalizer (EQ, EQing)
Ein Equalizer dient zur Beeinflussung der Klangfarbe, des Timbres, eines Tons oder Audiosignals. Mittels eines Equalizers können gezielt Frequenzbereiche angehoben (boost) oder abgesenkt (cut) werden.

Expansion Card / Erweiterungskarte
Eine Leiterplatte mit Kontaktleiste, die dazu dient, in einen passenden Steckplatz in einem Computer eingebaut zu werden. Erweiterungskarten bieten teilweise spezialisierte Funktionen, die einer Host-PCI-Karte oder einem Mainboard fehlen.

External Power Supply / Externes Netzteil
Ausgelagertes Netzteil, das sich nicht im Gehäuse des von ihm versorgten Geräts befindet.

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F

Firewire
Die Schnittstelle nach IEEE 1394 ist ein serieller Transportweg für Daten. Die Datenübertragung geschieht in Echtzeit und mit einer garantierten minimalen Datenübertragungsrate. IEEE 1394 wurde in den späten 1980er Jahren bis frühen 90ern von Apple entwickelt und FireWire genannt. Es ist technisch vergleichbar mit dem USB-Standard, der deutlich weiter verbreitet ist.

FireWire 400 (IEEE 1394-1995)
Die erste Version des Protokolls IEEE 1394-1995 spezifiziert, was heute allgemein als FireWire 400 bekannt ist. Daten können bidirektional (Full-Duplex) mit 100, 200 oder 400 Mbit/s zwischen Geräten übertragen werden. (Die tatsächlichen Datenübertragungsraten sind 98,304 Mb/s, 196,608 Mb/s und 393,216 Mb/s. Diese entsprechen 12,288 Mbyte/s, 24,576 MB/s und 49,152 MB/s.) Die gebräuchlichen Bezeichnungen für diese Modi sind S100, S200 und S400.

FireWire 800
Mit IEEE 1394b-200228 wurde FireWIre 800 eingeführt – Apples Name für die S800 bilingual”-Version des IEEE 1394-Standards, die eine 9polige Verbindung erfordert. Geräte, die diesem Standard folgen, erlauben die Übertragung von Daten mit 786,432 Mbit/s (Full-Duplex) mittels einer neuen Kodierung, die Beta-Modus genannt wird. FireWire 800 ist abwärtskompatibel zum langsameren FireWire 400 und dessen 6poliger Verbindung („Alpha-Verbindung“).

FPGA
Ein Field Programmable Gate Array ist ein frei programmierbarer IC (integrierter Schaltkreis). Im Gegensatz zu einem DSP, dessen Funktionen in der Hardware festgelegt sind, kann ein FPGA durch die auf ihm laufende Software für quasi beliebige Funktionen verwendet werden.

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G

Gain (Verstärkung, Vorverstärkung)
Gain bezeichnet das Verhältnis zwischen dem EIngangssignal und dem (verstärkten) Ausgangssignal eines Verstärkers, also den “Gewinn” an Amplitude. Von Gain spricht man meistens im Zusammenhang mit Mikrofon-Vorverstärkern.

Gate
Siehe Noise-Gate

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H

Headphone Amplifier / Kopfhörerverstärker
Ein Kopfhörerverstärker ist ein spezieller Verstärker, der dafür entwickelt wurde, Kopfhörer anzutreiben.

Hi-Z (hochohmiger Eingang)
Z ist das Formelzeichen für Impedanz, „High Z“ meint also einen Eingang mit hoher Impedanz. Solche hochohmigen Eingänge sind in der Regel notwendig, um Musikinstrumente (wie zum Beispiel eine E-Gitarre) direkt anzuschließen, da deren Tonabnehmersysteme keine hohen Ströme liefern können.

High pass filter - High pass / Hochpassfilter
Ein Hochpassfilter ist ein elektronisches Filter, das Frequenzen oberhalb einer Grenzfrequenz passieren lässt. Tiefere Frequenzen werden abgeschwäscht (gedämpft).

Host computer - Host
Ein Host (engl. Gastgeber) bezeichnet den Computer, an dem ein Audio-Interface angeschlossen ist und der die zum Betrieb notwendige Treibersoftware ausführt.

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I

I/O
Abkürzung für Input/Output (Eingang/Ausgang)

Input Sensitivity / Eingangsempfindlichkeit
Die Eingangsempfindlichkeit bezeichnet die Signalstärke, die ein Eingangssignal mindestens haben muss, um am betreffenden Gerät ein Ausgangssignal zu erzeugen.

InstantMemory™
Alle Geräte aus RMEs Premium Line enthalten InstantMemory™, eine Funktion, die die eingestellte Konfiguration automatisch speichert und so nach einem Stromausfall oder nach dem Ausschalten des Geräts den vorherigen Zustand selbständig wieder herstellt.

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L

Latency / Latenz
Latenz bezeichnet die Verzögerung, die entsteht, wenn ein Audiosignal eines oder viele verbundene Geräte durchläuft. Größte Verursacher dieser Verzögerung sind typischerweise Analog-Digital-Wandlung, Pufferung, digitale Signalbearbeitung, Digital-Analog-Wandlung und auch die Schallgeschwindigkeit in der Luft. Latenz wird üblicherweise in Millisekunden (ms) angegeben.

Latency-free Monitoring / Latenzfreies Monitoring
Bezeichnet die Möglichkeit, ein Audiosignal völlig ohne Latenz (Verzögerung) abzuhören.

Latency compensation / Latenzkompensation
Prozess zum Ausgleich verschiedener Latenzen in einer DAW. Plugins, ein Audio Interface und weitere angeschlossene Hardware liefern Signale mit unterschiedlichen Latenzen an die DAW. Die Latenzkompensation synchronisiert die Signale mit unterschiedlichen Latenzen zu einer gemeinsamen und identischen Latenz aller Signale.

Line level / NF-Pegel
NF- oder Line-Pegel ist festgelegt als einheitliche Signalstärke eines Audiosignals für verschiedenste Audiogeräte, wie zum Beispiel CD- und DVD-Player, Fernseher, Verstärker oder Mischpulte.


NF-Pegel und ihre Nennspannungen

Verwendung

Nennpegel

Nennspannung,
VRMS

Max. Amplitude,
VPK

Peak-to-Peak Amplitude,
VPP

Professional audio

+4 dBu

1.228

1.736

3.472

Consumer audio

-10 dBV

0.316

0.447

0.894

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M

MADI
Multichannel Audio Digital Interface, MADI bzw. AES10 ist ein von der Audio Engineering Society (AES) entwickelter Standard, der das Datenformat und die elektrischen Eigenschaften einer Schnittstelle für die simultane Übertragung mehrerer Audiokanäle festlegt. Erstmals wurde MADI als AES10-1991 veröffentlicht, Aktualisierungen folgten als AES10-2003 und AES10-2008. Das MADI-Protokoll hat viele Gemeinsamkeiten mit AES3 (AES/EBU). Es unterstützt die serielle digitale Übertragung von 28, 56 oder 64 Kanälen auf koaxialen Kupferkabeln oder optischen Leitern sowie Samplingfrequenzen bis 192 kHz (via S/MUX4) bei einer Auflösung von 24 bit pro Kanal. Wie auch AES3 und ADAT ist MADI ein unidirektionales Protokoll (ein Sender und ein Empfänger pro Kabelverbindung).

Matrix Mixer / Matrix-Mischer
Ein Mischertyp, der es erlaubt, jeden beliebigen Eingang auf jeden beliebigen Ausgang zu routen oder zu mischen. TotalMix FX ist ein Matrixmischer.

Mic Level / Mikrofonpegel
Die von einer Membran eines Mikrofons erzeugte Spannung ist sehr gering –dynamische Mikrofone erzeugen typischerweise um 1,5 Millivolt. Sehr empfindliche Mikrofone sind eher im Bereich um 70 mV zu finden.
Diese Signale niedriger Amplitude müssen auf NF-Pegel verstärkt werden, um von Audiogeräten wie Mischpulten oder Recordern verarbeitet werden zu können.

Microphone preamplifier - Microphone preamp / Mikrofonvorverstärker
Ein Mikrofon-Vorverstärker hebt die von einem Mikrofon ausgegebenen Signale auf NF-Pegel an, um die Weiterverarbeitung zu ermöglichen. Mikrofonsignale sind in der Regel zu schwach, um über längere Kabelwege und in akzeptabler Qualität zu Mischpulten oder Aufnahmegeräten transportiert zu werden. Mikrofonvorverstärker stellen also sicher, dass die Signale eines Mikrofons mit gleichbleibender Verstärkung und möglichst unverfälscht durch unerwünschte Störeinflüsse transportiert und weiterverarbeitet werden können.

MIDI over MADI / MIDI über MADI
MADI erlaubt die Übertragung von 64 Audiokanälen über große Entfernungen auf einem einzigen Kabel – perfekt, aber was ist mit MIDI? Ob Signale für die Fernsteuerung von Geräten oder für einen Sequenzer, in der Praxis reichen die MADI-Audiokanäle alleine oft nicht aus. Deshalb haben die RME MADI-Geräte zusätzliche MIDI-Ein- und Ausgänge an Bord. MIDI-Daten, die dem Gerät über einen physikalischen Eingang zugeführt werden, können so in den MADI-Strom eingebettet werden.
Am anderen Ende der MADI-Verbindung stehen die MIDI-Daten wiederum am MIDI-Ausgang zur Verfügung, beispielsweise über einen ADI-648, ADI-642, ADI-6432, ADI-8 QS oder eine HDSPe MADI. Der MADI-Datenstrom enthält neben den Audiodaten eine ganze Reihe zusätzlicher Bits, die weitere Informationen übertragen, beispielsweise den Status jedes Kanals. RME bedient sich eines dieser Bits für die Übertragung der MIDI-Daten – bleibt dabei aber vollständig innerhalb der AES10-Spezifikationen, die genau für solche Anwendungen ein frei belegbares User Bit vorsehen.

M/S Stereo, M/S processing, M/S technique: Mid/Side stereophony, Mid-Side Stereo / Mitte-Seite-Stereo
Die M/S-Aufnahmetechnik verwendet ein bidirektionales Mikrofon, das eine zur Seite zeigende Kapsel mit der Richtcharakteristik einer 8 und eine weitere, zur Klangquelle zeigende Kapsel mit Nierencharakteristik hat. Die Kapseln sind so dicht wie möglich übereinander angeordnet, um Kammfiltereffekte durch Laufzeitunterschiede zu minimieren.
Die Umwandlung der Kanäle in Links und Rechts geschieht durch Anwendung einer simplen Matrix: Links = Mitte + Seite, Rechts = Mitte – Seite („minus“ meint hier, dass das Seitensignal dem Mittensignal mit invertierter Polarität beigemischt wird). Diese Aufnahmetechnik produziert ein komplexes, mono-kompatibles Signal. Werden die Mitte- und Seite-Kanäle aufgenommen (anstelle der gewandelten linken und rechten Spuren), kann die Stereobreite (und damit der Eindruck für die Entfernung der Schallquelle) nachträglich beeinflusst werden.
TotalMix FX bietet eine M/S-Funktion für jeden Stereoeingang bzw. jeden Software-Kanal.

Multimode
Multimode bezeichnet einen Typ optischen Leiter (Glasfaser), der üblicherweise für die Kommunikation über kürzere Distanzen verwendet wird, beispielsweise innerhalb eines Gebäudes oder Firmengeländes. Typische Multimode-Verbindungen bieten Datenraten zwischen 10 Mbit/s und 10 Gbit/s über Entfernungen bis zu 2.000 m – mehr als genug für die meisten Anwendungsfälle.

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N

Noise Gate
Ein Noise Gate dient dazu, den Pegel eines Audiosignals zu kontrollieren. Ein Gate arbeitet ähnlich wie ein Kompressor, der ein Signal dämpft, das eine festgelegte Schwelle überschreitet. Ein Gate dämpft dagegen Signale unterhalb einer festgelegten Schwelle. Im Gegensatz zum Kompressor reduziert ein Gate das Signal jedoch um eine fixe Größe, genannt Range. In seiner einfachsten Form lässt ein Gate ein Signal nur passieren, wenn es den Schwellwert übersteigt – das Gate (engl. Tor) ist „offen“. Erreicht das Eingangssignal den Schwellwert nicht, wird es nicht durchgelassen (in der Praxis also soweit bedämpft, dass es nicht mehr hörbar ist): Das Gate ist hierfür „geschlossen“. Ein Noise Gate wird als verwendet, um ein erwünschtes Signal von unerwünschtem Lärm (Noise) zu trennen – liegt kein Signal an, ist das Gate geschlossen und blockt den Lärm ab. Ein Noise Gate kann jedoch Signal und Lärm nicht voneinander trennen – ist ein Gate geöffnet, um ein Signal passieren zu lassen, kann der Noise ebenso das Gate passieren. Typische Parameter eines Gates sind „Attack“, „Release“ sowie „Hold“, manche bieten auch eine zusätzliche „Look Ahead“-Funktion.

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P

PCI
Peripheral Component Interconnect ist ein Bus-Standard zur Anbindung von externen Geräten an den Chipsatz eines Computers.

PCI Express
PCI Express (Peripheral Component Interconnect Express), offiziell abgekürzt als PCIe, ist ein serieller Erweiterungsbus, der den älteren PCI-Standard ersetzt, inklusive dessen Varianten PCI-X und AGP. PCIe arbeitet seriell und bietet daher neben einer deutlich höheren Datenrate weitere Vorteile: geringere Bauteilgröße durch weniger elektrische Verbindungen, bessere Skalierbarkeit für angeschlossene Geräte, detailliertere Fehlererkennung und –protokollierung (AER, Advanced Error Reporting) sowie Hot Plugging (Erweiterungskarten können im laufenden Betrieb eingebaut oder entfernt werden). Jüngere Versionen des PCIe-Standards unterstützen die Virtualisierung von Hardware-Ein- und Ausgängen.

PCI Expresscard34
ExpressCard bezeichnet eine Schnittstelle für die Verbindung externer Hardware mit einem Computer, typischerweise einem Laptop. ExpressCard legt das Format von Erweiterungskarten und dazu passenden Einschüben am Computer fest. Die Erweiterungskarten können im Verbund mit weiteren externen Geräten betrieben werden. Zwei Kartengrößen sind definiert: 34 mm Breite (ExpressCard34) und 54 mm Breite (ExpressCard54). Die breiteren Karten haben eine L-Form und bedienen sich der gleichen 34 mm breiten Verbindung innerhalb des Einschubs. Karten nach dem ExpressCard-Standard sind 75 mm lang (damit 10,6 mm kürzer als die älteren CardBus-Karten) und 5 mm dick.

Phantom power / Phantomspeisung
Phantomspeisung bezeichnet in der Tontechnik eine Methode, Mikrofone mit aktiven Komponenten über ihre Mikrofonkabel mit Gleichspannung zu versorgen. Am weitesten verbreitet als praktische Stromversorgung für Kondensatormikrofone kann Phantomspeisung jedoch auch viele andere Gerätetypen versorgen, beispielsweise aktive DI-Boxen. Eine der Phantomspeisung vergleichbare Technik wird auch in anderen Bereichen eingesetzt, wo Energieversorgung und Datenübertragung über dieselbe Kabelverbindung stattfinden (Bsp: PoE, Power over Ethernet)

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Q

Quick Boot
Bie der HDSP MADI und HDSP AES-32 hat RME erstmals eine Quick Boot-Funktion eingebaut, die alle wichtigen Einstellungen der Karte in einem Boot-Speicher hinterlegt und ohne Verzögerung den letzten aktuellen Stand aktiviert, wenn die Karte Strom bekommt. Unabhängig vom Laden des Treibers (der sonst üblicherweise für die Speicherung einer Konfiguration verantwortlich ist), verwendet eine mit Quick Boot ausgestattete Karte sofort die zuletzt genutzten Einstellungen (z. B. Samplefrequenz, Master/Slave-Konfiguration) und vermeidet dadurch unerwünschte Geräusche oder Schwierigkeiten mit dem Clocking innerhalb eines digitalen Audio-Netzwerks.

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R

Rackmount Kit
Optional erhältliches oder mitgeliefertes Set von Teilen, die es erlauben, ein Gerät in ein Rack einzubauen. Ein Solches Set besteht üblicherweise aus Rack-„Ohren“ und ggf. weiterem Zubehör.

Remote Controlling via MIDI
Alle RME MADI-Geräte können via MIDI ferngesteuert warden. ADI-642, ADI-6432, ADI-648, OctaMic XTC, Micstasy und ADI-8 QS haben ihr eigenes, gut dokumentiertes Protokoll. Über die wählbare MADI-ID kann jedes Gerät über einen eigenen MIDI-Kanal individuell angesprochen werden. Der komplette Gerätestatus wird zurückgemeldet, inklusive aller Statusmeldungen, die auch per LED auf der Gerätefront angezeigt werden, sowie der Status der MADI-Ein- und Ausgänge (64- oder 56-Kanal-Modus, 48k Frame oder 96k Frame). Selbstverständlich sind alle Funktionen sind per Fernsteuerung bedienbar. TotalMix FX, das u.a. mit HDSPe MADI FX oder MADIface XT läuft, kann außerdem vollständig mit jedem Controller, der zum Mackie-Protokoll kompatibel ist, ferngesteuert werden.

Reverb - Reverberation / Nachhall
Der Ausdruck Nachhall bezeichnet (im Unterschied zum Echo) kontinuierliche Reflexionen von Schallwellen in einem geschlossenen Raum oder in einem natürlich begrenzten Bereich.

RS-232 Integration in MADI Networks
Mittels der gleichen Technik, mit der RME MIDI-Daten in den MADI-Datenstrom einbetten, können mehrere RME MADI-Geräte auch serielle Daten nach dem RS232-Standard innerhalb eines MADI-Datenstroms transportieren.

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S

Single Speed
Single Speed bezieht sich auf die zuerst für Digitalaudio benutzten Samplingfrequenzen. Üblich sind 32 kHz (digitales Radio), 44,1 kHz (CD, Compact Disc) und 48 kHz (DAT, Digital Audio Tape).

Single Wire
Standard für die digitale Übertragung von Audiodaten, bei dem die Samplefrequenz des Audiosignals der Übertragungsfrequenz entspricht. Diese Frequenz kann zwischen 32 kHz und 192 kHz betragen. Manchmal auch „Single Wide“ genannt.

S/MUX
Da ADAT-Geräte Daten ausschließlich im Single Speed-Modus übertragen können, wird die Double Wire-Technik eingesetzt, um Signale mit höheren Samplefrequenzen bis 96 kHz) zu transportieren. Durch S/MUX (Sample Multiplexing) halbiert sich die Kanalzahl auf einer ADAT-Leitung von 8 auf 4.

S/MUX4
Die Quad Wire-Technik erlaubt die Übertragung von zwei Kanälen mit bis zu 192 kHz Samplefrequenz über ADAT-Hardware. S/MUX4 bedient sich hierzu, wie auch S/MUX, der verlustfreien Verteilung von Digitaldaten auf mehrere Übertragungskanäle, die das empfangende Gerät wieder zusammenführt.

SNR / Rauschabstand
Der Rauschabstand, abgekürzt SNR (Signal to Noise Ratio), bezeichnet den Pegelunterschied zwischen einem erwünschten Signal und dem Rauschen eines Geräts.

S/PDIF - SPDIF
S/PDIF (Sony/Philips Digital Interface Format) ist eine Schnittstelle für die Übertragung digitaler Audiosignale, die für die Verbindung von Heimgeräten über vergleichsweise kurze Distanzen entwickelt wurde. Geeignete Kabel sind koaxiale Kupferleiter mit RCA-Steckern und Lichtleiter mit TOSLINK-Steckern. S/PDIF basiert auf dem professionellen AES3-Standard.

SteadyClock
Für digitales Audio ist die Taktung, oft „Clocking“ genannt, von entscheidender Wichtigkeit. Sie bildet die Referenz für die Abfolge der Audio-Bits. Leider ist dieser Referenztakt oft nicht so stabil, wie er theoretisch sein sollte. Kleine Abweichungen von der idealen Frequenz, „Jitter“ genannt und in Nanosekunden angegeben, haben vielfältige Auswirkungen auf die Klangqualität – von als rauh empfundener Wiedergabe über verringerte Ortbarkeit von Tönen bis hin zu Knacksen und sogar Unterbrechungen in extremen Fällen. Um dem vorzubeugen hat RME eine komplett neue Technologie zur Synchronisation von digitalen Audiogeräten und der Unterdrückung von Jitter entwickelt – SteadyClock.
Üblicherweise besteht der Schaltkreis zur Synchronisation zwier digitaler Audiogeräte im wesentlichen aus einem analogen PLL (Phase Locked Loop) und mehreren Schwingquartzen für die verschiedenen Samplefreqenzen. Solche PLL-basierten Schaltkreise erlauben eine sehr schnelle Synchronisation, bieten aber keinerlei Schutz gegen Jitter. Systeme mit Jitter-Unterdrückung haben zusätzliche Filter oder spezielle DDS-Chips (Direct Digital Synthesis), was jedoch die Geschwindigkeit der Synchronisierung reduziert und inder Regel die Kosten stark erhöht.
SteadyClock arbeitet dagegen nur mit einem einzigen Schwingquartz, der einen internen Referenztakt von 200 MHz erzeugt. Ein interner DDS-Taktgenerator läuft in Software auf dem FPGA. Diese Auslegung ermöglicht sowohl extrem schnelle Synchronisierung auf alle Samplefrequenzen zwischen 28 kHz und 200 kHz, als auch sehr effektive Jitter-Unterdrückung.
RMEs SteadyClock garantiert also besten Klang in allen Takt-Modi. Die hocheffiziente Jitter-Unterdrückung ermöglicht es RME-Geräten außerdem, Schwankungen in eingehendenden Digitalsignalen zu verringern und „gereinigte“ Audiosignale mit verringertem Jitter auszugeben. Das präzise Clock-Signal kann ebenso als Referenz am Word Clock-Ausgang zur Verfügung gestellt werden.

Switching Power Supply / Schaltnetzteil
Ein Schaltnetzteil (Switched-Mode Power Supply) ist eine elektronische Stromversorgung, das die eingehende Wechselspannung aus dem Stromnetz vor der Gleichrichtung und der Leistungsübertragung in eine hochfrequente Wechselspannung wandelt. Schaltnetzteile können bei gleicher Nennleistung sehr viel kleiner und leichter aufgebaut werden als konventionelle Netzteile (die die Netzspannung direkt über einen Transformator wandeln). Grund hierfür ist der mit steigender Frequenz der Wechselspannung sinkende Bedarf an Magnetkernvolumen im Transformator für die gleiche Leistung. Insbesondere im Bereich kleinerer Leistungen (bis etwa 300 W) erreichen Schaltnetzteile zudem wesentlich höhere Wirkungsgrade als konventionelle Netzteile, oft über 90 %.
Die internen Schaltnetzteile der Geräte aus RMEs Premium Line und Pro Line nutzen weitere Vorteile, die diese Technologie bieten, und sind beispielsweise auf Eingangsspannungen zwischen 100 und 240 V bei 50 bis 60 Hz ausgelegt, so dass sie weltweit ohne Anpassungen betrieben werden können. Dazu sind sie kurzschlussfest, haben integrierte Netzfilter und sind gegen Spannungsschwankungen abgeschirmt, so dass Störeinflüsse aus dem öffentlichen Stromnetz unterdrückt werden. Der hohe Wirkungsgrad der Schaltnetzteile ermöglicht lüfterfreien Betrieb trotz sehr kompakter Abmessungen. Auch Brumm und Masseschleifen werden prinzipbedingt ausgeschlossen.

SyncCheck and ICC
Die eigens von RME entwickelte SyncCheck®-Funktion überwacht alle Eingangssignale eines Geräts und zeigt deren Status an. Mittels Intelligent Clock Control™ (ICC) können so die Taktung (Clocking) und die Synchronisation überwacht werden.

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T

TDIF
Tascam Digital Interconnect Format (TDIF) bezeichnet eine proprietäre Verbindung zwischen kompatiblen Geräten für bis zu acht digitale Audiokanäle. Dieser von TASCAM entwickelte Standard verwendet ein unsymmetrisches Kabel mit 25poligen D-Sub-Steckverbindern. Im Gegensatz zur optischen ADAT-Verbindung arbeitet TDIF bidirektional, so dass eine Kabelverbindung je acht Eingänge und Ausgänge miteinander verbindet.

TRS
TRS (Tip-Ring-Sleeve) ist eine gebräuchliche Abkürzung für Klinkenstecker. Tip steht hierbei für die Spitze des Steckers, Ring für den darunter angeordneten Ring des Steckers und Sleeve für den Schaft.

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U

USB Bus Powered
Siehe Bus powered

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W

WDM
Windows Driver Model – manchmal auch Win32 Driver Model genannt – wurde als Standard mit Windows 98 und Windows 2000 eingeführt, um die älteren VxD bzw. Windows NT Driver Model zu ersetzen.

Wordclock - Word clock - WC
Word Clock oder auch Wordclock (manchmal ebenfalls als Sample Clock bezeichnet, was aber weitere Bedeutungen einschließt) ist ein Zeitsignal, das benutzt wird, um miteinander verbundene Digital-Audio-Geräte zu synchronisieren. S/PDIF, AES/EBU, ADAT und TDIF gehören zu den digitalen Übertragungsprotokollen, die ein Word Clock-Signal beinhalten. Verschiedene Ethernet-basierte Audioprotokolle benutzen Broadcast-Datenpakete zur Verteilung der Word Clock. Das Gerät im Netzwerk, das das Word Clock-Signal erzeugt und verteilt, wird Master Clock genannt.
Der Begriff Word Clock erklärt sich daraus, dass jedes einzelne Audiosample in den korrekten zeitlichen Zusammenhang eingeordnet wird - es wird „geclockt“. Kommt die zeitliche Abfolge der Samples aus dem Takt, entsteht Jitter.

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X

XLR
Der XLR-Stecker wurde von James H. Cannon, Gründer von Cannon Electric in Los Angeles (heute Teil der ITT Corporation), erfunden, und wurde deswegen auch gerne Cannon-Stecker oder Cannon-Verbindung genannt. XLR-Verbindungen finden sich vor allem im professionellen Audio- und Videoumfeld und der Bühnentechnik. Die Steckverbinder sind rund und haben 3 bis 7 Pins. In der Audiowelt verbindet man mit XLR-Kabeln vor allem symmetrische Audioleitungen, inklusive AES/EBU. In der Lichttechnik sind sie ebenso verbreitet, seltener sogar als Verbindung für Stromversorgungen niedriger Leistung. XLR-Verbindungen sind im internationalen Standard IEC 61076-2-103 genormt und von vielen verschiedenen Herstellern erhältlich.

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Z

Zero Latency
Latenzfrei. Siehe Latency.

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