RME Referenz PC:
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Der RME Referenz PC - Dual CPU Workstation (9/2000)

Die Dual CPU Workstation ist deutlich leistungsfähiger als unsere anderen beiden Referenz PCs. Auch wenn zwei CPUs nicht doppelt so schnell sind wie eine, entlastet das Multiprocessing die Audiosoftware doch deutlich. Selbst ohne spezielle Mehrprozessorsoftware verteilt Windows 2000 typische 'Unterbrechungsaufgaben' (Disk I/O, Grafik etc.) automatisch so auf beide CPUs, dass die Audiosoftware plötzlich gänzlich ungestört zu ungeahnter Höchstform aufläuft. Dies macht sich beispielsweise in einem starken Anstieg der maximalen Spurenanzahl bemerkbar.

Ähnlich wie beim Athlon Prozessor gibt es im Markt der Dual CPU Boards endlich Alternativen - und darunter eine, welche (nicht nur) uns richtig begeisterte. Dies war der Anlass eine besonders leistungsfähige Audio Workstation zusammenzustellen, die trotzdem noch bezahlbar ist (kein SCSI...). In diesem Fall gibt es auch keine Wahl seitens der Audio-Hardware: Mindestens eine (besser zwei) Hammerfall sind Pflicht.

Das Gehäuse

Prinzipiell lässt sich eine Dual CPU Workstation auch im beliebten Mini-Tower des Referenz PC unterbringen. Diese 'Kompakt'-Variante ergibt geballte Rechenpower auf kleinstem Raum. Allerdings lassen sich dann nicht alle unten aufgeführten Komponenten einbauen, es muss entweder auf das zweite CD-ROM Laufwerk oder den Festplattenwechselrahmen verzichtet werden.

Wer die volle Leistungsfähigkeit (8 Festplatten...) nutzen will hat die Wahl. Immer noch relativ kompakt: schwarzer MIDI-Tower mit weich gleitender Schiebetür, drei 5 1/4" Einschüben und preisgekröntem Enermax 330 Watt Netzteil, in dem sich immerhin 2 CD-ROM Laufwerke, ein Festplattenwechselrahmen und 3 interne Festplatten unterbringen lassen. Alternativ: ein echtes Servergehäuse mit acht 5 1/4 " Einschüben hinter Klapptür, mit Rollen und Platz ohne Ende.

Das Mainboard

Das MSI 694D Pro AI (auch MS-6321) hat alle Voraussetzungen um das nicht mehr zeitgemässe Asus P2B-D als Standard für Dual Mainboards abzulösen. Zwar liegt es in einigen Benchmarks geringfügig hinter der BX-Referenz, die Unterschiede sind jedoch in der praktischen Anwendung nicht spürbar, und mit PC133 Speicher ausgestattet sogar gar nicht vorhanden.

In Sachen Ausstattung glänzt das Board mit einem zusätzlichen ATA100 Controller, für insgesamt bis zu 8 Festplatten. Ausserdem enthält es zwei Firewire Anschlüsse und 4 USB Ports. Damit bildet es eine ideale Grundlage für eine vollständig ausgestattete 'Workstation'.

Die Prozessoren

Mit den Pentium III CPUs der Coppermine Serie hat Intel nicht nur sehr performante CPUs für Audio-Anwendungen am PC vorgelegt, sondern kann die enorme Rechenleistung auch bei relativ geringer Leistungsaufnahme erzeugen - die CPUs werden kaum warm. Beides gewichtige Argumente für einen zuverlässigen Dual CPU Betrieb.

Die Kombination aus 2 x internem 256 kB Full Speed Cache bei 800 MHz und 133 MHz Speichertakt ergibt niedrigste Latenzen und höchste Performance bei optimalem Preis-/Leistungsverhältnis.

Die Festplatten

Der Nachfolger der bekannten 20 MByte Platte DPTA-372050 von IBM heisst DTLA-307030 Deskstar 75GXP und besitzt nun ein ATA100 Interface. Das ist jedoch nicht der Grund für die unglaubliche mittlere Datentransferrate von 20,7 MByte pro Sekunde (c't 16/2000), auch an einem ATA66 Controller werden die gleichen Werte erreicht. Diese Platte kontert 96 kHz/24 Bit Mehrspuraufnahmen nur mit einem Achselzucken. Weitere Daten: 30 GByte, 7200 UPM, 2 MByte Cache, mittlerer Stromverbrauch und damit keine kritische Wärmeentwicklung. Sehr ruhig. SCSI? Niemals...

In der Audio Workstation werden gleich zwei dieser 30 GByte Boliden eingebaut. Zusätzlich gibt es einen leeren Wechselrahmen mit Lüfter, in den jederzeit Festplatten eingelegt werden können, um Daten von/zum Rechner zu transportieren.

Der Speicher

Die Audio Workstation enthält 256 MByte PC133 Speicher, für 133 MHz Speichertakt. Nach unseren Erfahrungen sind mehr als 256 MByte zwar teuer, aber wenig effizient.

Das CD-ROM Laufwerk

Eher zufällig stiessen wir auf das ASUS CDS-500. Kurz: Ein Traum wurde wahr! Dies ist definitiv das perfekteste CD-ROM Laufwerk welches wir je getestet haben. Und das waren schon einige... Für uns schlicht die Hammerfall unter den CD-ROM Laufwerken! Die Unterschiede zu vielen anderen Laufwerken sind:

1: Zwar ist auch dieses Laufwerk nicht gerade leise, jedoch wird die Drehzahl nach wenigen Sekunden ohne Zugriff in mehreren Stufen heruntergefahren, die Lärmbelästigung also minimiert. 2: Das Laufwerk verarbeitet den Wait-Befehl korrekt. Damit entfällt die berüchtigte Dialogbox 'Laufwerk nicht bereit' beim Einlesen einer CD. 3: Befindet sich eine Audio-CD im Laufwerk fährt es gar nicht erst auf maximale Drehzahl, zu deutsch: Ruhe. 4: Grabben funktioniert einwandfrei und Bit-genau mit 8-18 fach (Mittel 13x). 5: Das einzige uns bekannte Laufwerk mit amtlichem Digitalausgang, perfekt geeignet zur internen Verbindung mit unseren Karten. Bei anderen Laufwerken funktioniert der Digital-Ausgang nur bei Einlegen UND Abspielen einer Audio-CD, selbst bei Pause bricht das Signal zusammen. Hier jedoch wird ein konstantes, perfektes SPDIF-Signal erzeugt, welches bei Daten-CDs Digital Null enthält.

Der Brenner

Plextors 12/10/32A ist derzeit auf dem Brenner-Markt konkurrenzlos. Neben 12x CD-R brennen, 10x CD-RW brennen und 32x CD-ROM lesen grabbt es Bit-genau mit bis zu 24x. Einzigartig ist die Burn-Proof Technologie. Selbst bei Leerlaufen des Pufferspeichers (Buffer Underrun) und minutenlangem Stillstand von Windows ist der Brenner in der Lage, am zuletzt gebrannten Sektor mit hoher Präzision den Brennvorgang wieder aufzunehmen. Damit ist dieses Laufwerk das einzige am Markt mit 'Brenn-Garantie', egal was man während des Brennvorganges mit dem Rechner macht. Für Profis ein Muss.

Wie auch das 8/4/32A leidet das 12/10/32A an einem zu langen Einlesen des Inhalts einer CD. Ausserdem verarbeitet es den Wait-Befehl nicht korrekt (ergibt beim Einlesen die bekannte Dialogbox 'Laufwerk nicht bereit'), und der interne digitale Ausgang (SPDIF) arbeitet nicht Bit-genau. Dank des gleichzeitig vorhandenen Asus CD-ROM sind diese Kritikpunkte aber irrelevant.

Die Grafikkarte

Keine Wahl, sondern ein konkurrenzloses Muss: Die Matrox G400 Dual Head mit 32 MB Speicher, zum Betrieb von bis zu zwei Monitoren und TV. Konkurrenz muss diese Karte übrigens nicht fürchten, arbeitet sie doch ausgezeichnet. Auch befinden sich die Treiber bereits in einem hervorragenden Zustand.

Sie brauchen keinen zweiten Monitor? Wer mal 1 Stunde 'Stereo' gearbeitet hat weiss es besser. Der zweite Monitor ist kein Luxus, sondern jeden Pfennig wert. Man halte sich die Relation vor Augen: Ein kompletter Rechner mit RME Digitalkarte und Software kostet über 5.000 DM. Da kommt es auf 699 DM für einen zweiten 19-Zöller auch nicht mehr an. Aber selbst wenn dieser später angeschafft wird, oder ein bereits vorhandener älterer Monitor zum Einsatz kommen soll, ist mit der Matrox Dual Head der Grundstein für Flexibilität und vernünftiges Arbeiten gelegt.

Bitte beachten Sie: Obwohl wir alles selbst getestet und aufgebaut haben können auch uns Fehler oder Irrtümer passieren. Deshalb möchten wir klarstellen, dass alle in dieser Tech Info enthaltenen Informationen sowohl unsere persönliche Meinung sind, als auch der ständigen Änderung unterliegen. Wer diese Tech Info mit einer PC-Bauanleitung verwechselt sollte sich klar sein, dass wir Anfragen dazu sofort unbeantwortet löschen.

RME wird weder jetzt noch in Zukunft Computer verkaufen. Falls Sie sich jedoch das Zusammenkaufen undbauen der Einzelteile ersparen wollen:

Bezugsquelle

Alle RME Referenz PCs sind komplett zusammengebaut und vorinstalliert erhältlich. Die Firma Tillmann Computer in Hannover baut die Rechner streng nach unseren Vorgaben, und prüft deren Funktion vor dem Versand/der Auslieferung.

Preise Komplett-System

Audio Workstation, Ausstattung wie beschrieben, inklusive Maus, Tastatur und Windows 2000: 5500 DM inkl. MwSt

Achtung: Preise vom 22.09.2000. Änderung aufgrund von Preisschwankungen der Einzelkomponenten vorbehalten!

Anschrift:
Tillmann Computer
Krumme Str. 3
30559 Hannover

Tel.: 0511 / 952 62-97
Fax.: 0511 / 952 62-98
E-Mail: info@ticomsys.de
Web: www.ticomsys.de

Copyright © Matthias Carstens, 2000.
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