Konfiguration von Sonar 2.0 mit der Hammerfall Serie

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Sonar 2.0 und Hammerfall Serie unter Windows ME/2000/XP

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Tech Info existierten keine WDM Kernel Streaming Treiber für die Hammerfall Serie. Das macht in Sachen Performance gar nichts, in Sachen Konfiguration jedoch sollten Sie die folgenden Schritte genauestens einhalten, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Die folgenden Informationen wurden unter Windows XP dokumentiert, gelten aber auch für einen Betrieb unter Windows ME, sowie gleichermassen für die Hammerfall als auch Hammerfall DSP Serie.

Die kleinst-mögliche Latenz wird im Feld 'Buffer Size (Latency)' des Hammerfall Settingsdialoges festgelegt, und entspricht der Einstellung '64 (1.5 ms)'.

Im späteren Verlauf wird der 'Wave Profiler' zum Test der Karte gestartet. Dieses Test-Tool funktioniert jedoch unter bestimmten Umständen nicht korrekt. Es müssen folgende Voraussetzungen eingehalten werden:

  • Die ersten Eingangs-Kanäle der zu untersuchenden Karte müssen ansprechbar sein
  • Die Karte sollte sich im Modus 44,1 kHz befinden
  • Es sollten möglichst alle zur Verfügung stehenden Ein- und Ausgänge ansprechbar sein
  • Es muss die minimal mögliche DMA Buffer Size aktiv sein

Für die Hammerfall und Hammerfall DSP Serie ergibt sich daher folgendes Setup:

  • Stellen Sie die Buffer Size im Settingsdialog auf 64 (1.5 ms)
  • Stellen Sie die Karte auf Input Optical, Clock Mode AutoSync, und legen gültige ADAT Eingangssignale mit 44,1 kHz Samplefrequenz an
  • Steht kein ADAT Signal zur Verfügung: Stellen Sie die Karte auf Clock Mode Master, Input Optical, und verbinden die optischen Ausgänge direkt mit den optischen Eingängen (Loop-Back)

Das Multiface erfordert keine Digital-Loopbacks, da die ersten 8 Kanäle analoge Ein-/Ausgänge sind, und daher auch ohne anliegendes Signal immer verfügbar sind.

Installieren und/oder starten Sie Sonar. Die gesamte Konfiguration findet im Dialogfeld 'Audio', zu finden unter 'Options', statt.

Damit Sonar die Treiber der Hammerfall Serie überhaupt anspricht, muss auf der Registerkarte 'Advanced' die Option 'Always use MME Interface, even when WDM drivers are available' aktiviert werden.

Sonar muss dann neu gestartet werden.

Nach dem Neustart erscheinen auf der Registerkarte 'Drivers' die Stereo-Devices der jeweiligen Hammerfall, hier die 13 Paare für Record und Playback des Digiface.

Alle Geräte sollten aktiv, also markiert sein.

Sonar muss erneut neu gestartet werden.

Auf der Registerkarte 'General' ist nun das erste Device der jeweiligen Hammerfall 'Record Timing Master' und 'Playback Timing Master' auszuwählen.

Die 'Audio Driver Bit Depth' sollte auf '24' stehen.

Nun wird der Wave Profiler gestartet. Folgen Sie den Anweisungen am Bildschirm.

Nach dem Durchlauf des Wave Profilers hat dieser auf der Registerkarte 'Driver Profiles' für die Übertragung von 24 Bit Audiodaten den Modus '32 Bit PCM, right justified' gewählt. Diese Einstellung ist genauso falsch (sehr leise Wiedergabe), wie die Option an sich sinnlos ist. Die korrekte Einstellung (siehe nächstes Bild) ist '32 Bit PCM, left justified'.

Ausserdem wurden die minimalen Buffer Sizes für verschiedene Betriebsmodi in die Tabelle eingetragen.

Die Ergebnisse des Wave Profilers sind bei der Hammerfall und HDSP Serie normalerweise korrekt, die Tabelle sollte nebenstehendem Bild entsprechen.

Die Anzahl höherer Samples bei 96 kHz is ebenso korrekt. 64 Samples bedeuten 1,5 ms bei 44,1 kHz, und entsprechen 0,7 ms bei 96 kHz. Latenzen unter 1 ms sind in Windows jedoch nicht möglich, daher muss der Buffer grösser sein, um wieder auf eine Latenz von mindestens 1 ms zu kommen.

Sonar sollte dann neu gestartet werden.

Auf der Registerkarte 'General' kann nun die Latenz mit Hilfe des Schiebereglers eingestellt werden. Der niedrigste Wert beträgt 1,5 ms, ist aber wenig betriebssicher. Wir empfehlen, mittels des Schiebereglers Werte um 3 oder 6 ms einzustellen.

Bei Rechnern mit problematischer PCI-Bus Performance kann es sich lohnen, die Buffer Size im Settingsdialog der Hammerfall nach dem obigen Test auf 3 ms zu erhöhen. Dann wird der PCI-Bus nur halb so oft mit der Übertragung von Audiodaten belästigt.

Copyright Matthias Carstens, 2002.
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